Histogram kaputt nach Kontrastautomatik?

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#1
Hallo,

eher zufällig habe ich mal auf das Histogram geschaut, nachdem ich die Kontrastautomatik genutzt habe. Das sieht aber sehr merkwürdig aus, mit regelmäßigen "Zägezähnen" bis runter auf 0 über den ganzen Bereich. Und interessanterweise werden die Zägezähne glatter durch Speichern, sind aber immer noch sichtbar. Außerdem nimmt die Zahl der Zähne zu, wenn man den Kontrastbereich mittels Regler weiter einschränkt.

Ähnliches sehe ich auch bei YMax und RGMax.

Soll das wirklich so sein? Sieht für mich wie eher ein numerischer Artefakt in den Berechnungen aus...

Gruß,
Thomas

Fixfoto 3.60, Build 27 unter Win10 64bit

Original:
vorYMax.jpg

Nach YMax - ohne Speichern:
nachYMax.jpg

Nach YMax & Speichern & Reload:
nachYMax+Speichern.jpg
 

HeiM

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#2
Hallo Thomas,
dein Histogramm steht auf IRGB und zeigt somit alle Kurven an von Helligkeit (I) und auch die Farbkanäle. Erkennbar an den farbigen Linien RGB.
Stell dein Histogramm auf I und es wird dir nicht mehr so komisch vorkommen.
Dass nach Anwendung der Automatiken die Linien im Histogramm zäckick werden, hängt doch damit zusammen, dass die Kanäle alle auf ein Optimum gespreizt werden.
Sieht man doch auch schon an den Histogrammkurven in den Automatiken RGB max und Y-max, denn es sind die gleichen Kurven.
Je mehr Zacken entstehen je ungleichmäßiger war das Bild belichtet. Daher sollte man schon bei der Belichtung mal auf das Histogramm in der Kamera schauen.
 
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#3
Hallo Heinz,

danke für die Erklärung. Spreizung sehe ich ja ein, aber warum sollte das Zacken verursachen? Ich könnte aus der Kurve in "Nach YMax" per Hand ganz leicht eine glatte Kurve machen. Daher sieht es für mich immer noch wie ein Artefakt des Algorithmus aus. Es gibt ja wohl hoffentlich keinen mathematisch/physikalischen Grund, dass die Kurven an manchen Stellen auf 0 gehen müssen :)

Gruß,
Thomas
 

HeiM

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#4
Hallo Thomas,
das Histogramm gibt das Geschehen wieder und nicht das, was am Ende daraus gemacht wird. Das fertige Bild wird sicher keine Zacken mehr aufweisen, weil der Algorithmus dann korrigierend eingegriffen hat.
Aber Fakt ist, wo nichts ist, entsteht nach Spreizung erst mal ein Abriss. Je ungleichmäßiger oder gar schlechter ein Bild belichtet wurde, desdo mehr Zacken und Abrisse entstehen.
Und warum soll das Histogramm nicht an manchen Stellen auf 0 gehen? Wo nichts ist, kann auch nichts angezeigt werden.
 
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#5
Hallo Heinz,

wenn an der Stelle im Histogramm vorher ein Wert war sollte m.M.n. hinterher an der Stelle nicht 0 stehen. Das ist nicht mein Verständnis von Spreizung. Wie man am ersten Bild sieht, ist ja über einen großen Teil des Histogrammes im Originalbild ein Wert vorhanden...

Wie man am 3ten Bild leider sieht, sind auch nach Speichern & Laden immer noch "Wellen" an den Stellen, an denen vorher ein Einkerbung bis auf 0 war. Spätestens hier hätte ich keine solchen Artefakte mehr erwartet.

Es scheint aber so, als ob das tatsächlich ein Problem der Spreizung ist. Ich habe das gleiche Bild noch mal in einem andere Programm bearbeitet und auch hier gibts "Sägezähne".

Muss ich wohl mit leben... Oder meinen eigene Algorithmus programmieren...

Original:
Original.jpg

Nach Bearbeitung:
NachBearbeitung.jpg
 

frienan

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#6
Hallo Thomas,

das ist so schon richtig. Dein Bild hat je Farbe 8 Bit, also 256 Tonwerte zur Verfügung. Der Tonwertumfang lag beim Original nur in der Mitte (Sagen wir bei 50 - 200). Wenn Du den Kontrast aufspreitzt wird jeder einzelne Tonwert durch den Algorithmus umgerechnet. 50 wird dann z.B. zu 1, 51 zu 3 usw. - es müssen also Lücken entstehen. Nach der Speicherung werden durch die Kompression geringfügig andere Werte gespeichert - die Zacken sind dann nicht mehr so deutlich.
 
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