Bildschirmanzeigen von 4 RAW-Programmen im Vergleich

tombo

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Hallo Ihr Nettinnen & Netten,


wie ist es eigentlich zu erklären, dass das gleiche NEF Bild in den 4 RAW-Programmen:
- Nikon Capture 4,
- NikonCapture NX,
- FixFoto 2.82 und
- RawShooterEss. 2006
so unterschiedlich auf dem Bildschirm angeizt wird?

Hier sind die Links zu meinen Sceenshots.
http://www.langeslaster.de/temp/RAW-Vergleich/NikonCaptureEditor-4.4.0.jpg
http://www.langeslaster.de/temp/RAW-Vergleich/NikonCaptureNX-1.0.jpg
http://www.langeslaster.de/temp/RAW-Vergleich/FixFoto-V2.82.jpg
http://www.langeslaster.de/temp/RAW-Vergleich/RawShooterEssentials-2006.jpg

Jedesmal wird natürlich das absolut unbearbeitete Originalbild der Kamera verwendet und alle vier Screenshots wurden mit IrfanView erstellt.
Dieses Phänomen tritt bei allen Bildern auf!

Meine Meinung nach:
Die Bildanzeige der beiden Nikon-Programme sind absolut gleich und realistisch.
Die Bildanzeige im FixFoto, wirk ein bisschen bräunlich und dunkel *malinDeckunggeh*
Bei RawShooter noch ausgeprägter und zusätzlich noch unscharf.


Alle vier Programme sollen doch Nikon-NEF-D50 verarbeiten können, aber zwei finde ich echt merkwürdig?!?

Gruß
Thomas
 
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Hallo Thomas
Die gleiche Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Was ich bisher rausgefunden habe ist,dass die unterschiedlichen Programme die Raws unterschiedlich interpretieren und auch anzeigen. Bei Nikon vermute ich ,dass es sich da ähnlich wie beim Canon DPP Converter verhält-das Bild wird schon optimiert gerechnet dargestellt,auf Grund der vorgegebenen Parameter!
Bei RSP/E sieht man ja auch nach ca 1-2 Sekunden eine deutliche Veränderung des Bildes!Dann hat die Automatik "zugeschlagen".

Entscheidend ist allerdings was am Schluss rauskommt und da hat der DCRAW(FF) Konverter oft die Nase vorne. Bei sehr schwierigen Motiven nutze ich immer den RSP und FF und suche mir dann das bessere Ergebnis raus!
 
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Bei RSP/E sieht man ja auch nach ca 1-2 Sekunden eine deutliche Veränderung des Bildes!Dann hat die Automatik "zugeschlagen".

Das habe ich bisher bei RAW-Shooter Essebntial (Freeware2006) aber noch nie feststellen können.

Und der Sinn der Bildbearbeitung ist es doch nicht erst ein Bild zu verschlimmbessern, um es dann (hoffentlich) wieder hin zu bekommen.
 
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tombo schrieb:
Das habe ich bisher bei RAW-Shooter Essebntial (Freeware2006) aber noch nie feststellen können.
Hallo Thomas
Bei RSP sieht man deutlich nach 1-2 Sekunden eine "Verbesserung" (Kontrast,Farbkorrektur,Schärfe)am Bild.
Beim Canon DPP wird auch automatisch eine Korrekturt der Bilder durchgeführt.
Beim FF DCRAW scheinen die "Rawdaten"ziemlich unberürt zu bleiben!

Und der Sinn der Bildbearbeitung ist es doch nicht erst ein Bild zu verschlimmbessern, um es dann (hoffentlich) wieder hin zu bekommen.
sehe ich auch so,aber die Programme versuchen anscheinend dem User etwas unter die Arme zu greifen-Sinn oder Unsinn-darüber liesse sich sicherlich vortrefflich diskutieren!
 
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Hallo Thomas!

Die Daten, die der Sensor der DigiCam liefert, sind noch keine fertigen Bilder, sondern liegen erst mal in einem kodierten komprimierten Format - RAW - vor. Für die Interpretation/die Dekodierung dieses Formats gibt es nicht DIE eine richtige Rechenformel, sondern nur einen gewissen Bereich für Plausibilität. Da Nikon - und auch kein anderer DigiCam-Hersteller - nicht 'seine' Rechenformeln hergibt, müssen die Fremdfirmen diese sich erarbeiten. Das gelingt nur näherungsweise und bei allen unterschiedlich.

Letztendlich ist das aber egal. Wichtig ist, daß die aus RAW generierten Bilder in einem Farb- und Helligkeitspektrum liegen, daß sie problemlos optimiert werden können. Also, nicht daß Lichter zu hell oder Schatten zu dunkel sind und auch keine Einzelfarben übersteuert sind. Wenn beim eigenen favorisierten RAW-Konverter die umgewandelten Bilder zunächst immer ein gleiches Basisaussehen haben, kann sich der Benutzer drauf einstellen und die Bilder immer einer Basisbearbeitung unterziehen und ansonsten die Bilder individuell optimieren.

Bei mir heißt so eine Basisbearbeitung z.B., daß ich bei Bildern mit der Sonne im Rücken, also sehr farbstarken Bildern, die Farbsättigung immer auf 1,18 erhöhen muß. Bei Gegenlicht dagegen etwa auf 1,4. Und die Ausgangsschärfe ist auch immer gleich, da ich nur einen Konverter verwende, also weiß ich mit der Zeit, wieviel an Nachschärfen nötig ist. Hängt natürlich noch ab vom Grad der Verkleinerung des Bildes.

Gruß,

Ralf
 
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Rehi,

ich habe mich nun ein mit der Raw-Bearbeitung im FF beschäftigt und (da ich NikonCapture schon kenne) ein wenig verglichen.

Es mag ja sein (ob es uns gefällt oder nicht) das Nikon den Fremdprogrammieren nicht alle Geheimnisse mitteilt. Da aber RAW aber nur Rohware ist, habe ich mal versucht mit beiden Programmen das gleiche Ergebnis zu erreichen.

Als erstes habe ich das oben gezeigte NEF-Bild meiner Tocher mit NikonCapure geöffnete und da es mir so super gefällt direkt als Jpeg gespeichert; ohne jegliche Bildbearbeitung!

1.)
Um es hier als Referenzbild zu zeigen, habe ich anschließend einen Ausschnitt 800x800 mit FF erstellt und ohne Exif auf 200KB komprimiert; siehe Anlage 1: DSC_4195_NC_HoehsteQualität-h-800.jpg.


2.)
Dieses gleiche Bildergebnis habe ich dann versucht mit der NEF-Datei im FF und den 16Bit-Funktionen zu erreichen.
Das Ergebnis als Ausschnitt 800x800/200KB ist Anlage 2: DSC_4195-FF-BesteSubsamp-800.jpg



3.)
Anschließend habe ich es mit einem anderen Motiv, dem Bild: Anlage 3: DSC_4131_NC_HoehsteQualität-V-800.jpg natürlich in der Originalgröße und als NEF probiert.

4.)
Im NC auch als NEF geöffnet und ohne Bearbeitung direkt wieder als Jepg gespeichert.
Das Ergebnis als Ausschnitt 800x800/200KB ist Anlage 4: DSC_4131_NC_HoehsteQualität-800.jpg

5.)
Anschließend auch wieder das NEF-Bild mit FF geöffnet und bearbeitet.
Das Ergebnis als Ausschnitt 800x800/200KB ist Anlage 5: DSC_4131_FF_BesteSubsamp-n-800.jpg


Als Ergebnis ist mir aufgefallen, dass die FF-Bilder immer noch einen leichten Hang zu Erdfarben habe und man am Gartenbild bei "Haus" und "Zaun" feststellt, dass das FF-Bild auch viel unschärfer ist.

Es kann natürlich auch an meinen nicht so ausgefeilter FF-Fertigkeiten liegen, aber so wie es bei Capture ohne jegliche Bearbeitung herauskommt, kriege ich es nicht hin, grummel.


Thomas
 

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Wenn Du in Nikon Capture keine Einstellungen veränderst, dann wird das RAW mit den Einstellungen, die Du in der Kamera gemacht hast "entwickelt". DCraw/FF kann diese Einstellungen nicht lesen und daher auch nicht verwenden. Daher musst Du mit FF mehr per Hand einstellen. Das verschiedene RAW-Konverter verschiedene Ergebnisse liefern ist ein vieldiskutiertes Thema. Nur, es ist einfach so und meiner Ansicht nach auch kein Problem, man sucht sich halt einen aus und bleibt dabei oder man benutzt für verschiedene Motive verschiedene Konverter, ganz nach Geschmack. Tatsache ist, dass nur Nikon genau weiß, was wo und wie in einem NEF-File steht (und dabei ist NEF noch lange nicht NEF).

Thomas (nicht aus Bochum)
 
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Hallo Tombo,

mit Nikon-RAW-Engines habe ich keine Erfahrung, aber ich denke, dass das so läuft wie auch bei Olympus, Canon oder allen anderen-ich Beschreib mal die Olympus-Schiene, da ich die kenne.
Mit dem kostenlos mitgelieferten RAW-Konverter von Oly (Viewer oder Master, je nach Modell) kann ich die Raw Datei genau so "Entwickeln", wie es auch die Kamera selbst macht. Ich kann sogar nachträglich den Weissabgleich, die Schärfung, Kontrast, Vibrance etc einstellen-und erhalte dann ein Bild, dass von der kamera mit den entsprechenden Einstellungen auch als Tif oder JPG gespeichert worden wäre.
Analog zur kamerainteren Verarbeitung werden auch Rauschfilter etc angewandt.
Zusätzlich kann man auch noch ein Bisschen an den Eingangsdaten rumdrehen-z.B. ein Bisschen heller oder dunkler belichten.
Die Algorithmen der Kamera sind aber auf Geschwindigkeit getrimmt, oder eben auf das, was so ein DSP einigermassen schnell schaffen kann.
Mit einem kostenpflichtigen RAW-Konverter, den die meisten Hersteller anbieten, (Studio im Fall von Oly) kriegt man halt mehr Optionen und feinere Algorithmen-bzw. Alternativen zu den kamerainternen-die rechenn dann schon gerne etwas länger, aber dafür ohne Kompromisse-und haben den Vorteil, dass sie das Know How des Herstellers beinhalten, wie die Rohdaten zu interpretieren sind.
Die kostenpflichtigen RAW-Engines von Drittanbietern( Silkypix, Capture1, Lightroom, Bibble, ACR und wie sie alle heissen mögen) versuchen die geheimgehaltenen Sysinternals der Kamerahersteller zu emulieren-und manche tun das recht gut.
Interessant fand ich da ja den Ansatz von Rawshooter- eine Umsonstversion, um eine breite Anwenderbasis zu haben, die an der Weiterentwicklung mitprutscht, und eine Verkaufsversion, in die dieser breitgestreute Filedtest schneller und besser eingeht, als in die Umsonstversion.
Adobe hat den Braten hinter diesem Konzept aber auch gerochen, und Pixmantech weggekauft-hoffentlich um ihre eigenen Produkte durch das Wissen zu ergänzen, eventuell aber auch nur, weil die zu schnell gewachsen sind.
DCraw ist und bleibt( hoffentlich) Freeware (eine ganz off topic Anmerkung: Sysinternals samt seinen Programmierern wurde gerade von Microsoft gekauft-na da muss Bill aber einiges springen gelassen haben?).
DCRaw bringt per se keine Interpretation der Roh-Daten mit- man kann sich aber in FF eine einigermassen passenden Gamma Wert einstellen, der dann beim nächsten Aufruf wieder Standard ist.
Um mit den Kamera-internen Geheimdaten zu konkurieren, bedarf es aber sehr filigraner Bearbeitung der Farbkurven-hier ein Bisschen mehr rot, und da ein Bisschen weniger blau-das ist sehr kompliziert-zu kompliziert für mich-da nehm ich doch lieber Studio...
Und Schärfen will DCRaw gar nicht automatisch- weil der User das eh im Program seiner Wahl später viel spezifischer machen soll-und auch kann.
Wer RAW mit DCRaw konvertiert (und so ist das in FF implementiert), der will auch das letzte Quentchen aus dem Bild herausholen-Schärfung ist auch abhängig vom Format und Drucker, und sollte immer als letztes angewandt werden.
DCRaw schärft also nicht( andere Raw-Entwickler eventuell, bis man es abstellt, um es lieber spezifischer später zu machen)...
 
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